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Kratzbaum Projekt: Das Finale

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Nach ein paar Tagen Abstand, sind wieder genug Kraft und Elan da, um das Werk zu vollenden.

Zum Einen muss der Catwalk noch installiert werden, zum Anderen sollen die Kanten der Außenaufgänge am Kratzschrank rund gesägt werden. Außerdem habe ich beschlossen die Deckenplatte des Kratzbaums gegen eine größere auszutauschen.

Zuerst widme ich mit der Deckenplatte. Die vorhandene wird also wieder abgeschraubt und der Bezug entfernt. Aus dem Keller hole ich alle Spanplattenreste, die ich finden kann. Nach einigem Hin- und Hermessen schaffe ich es mit allen Stücken eine Grundfläche von 70x75cm zu erhalten.

Die Sägearbeiten beginnen also. Die alte Deckenplatte wird weiterhin benutzt, nur dass sie nun doppelt verleimt und etwas vergrößert ist. Zum Schluss muss in die obere Schicht noch eine Aussparung gesägt werden, auf die der Catwalk aufliegen soll (10x30cm). Dann werden alle Teile miteinander und direkt mit dem Teppich, der sie umgeben soll, verleimt.

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Katzenstreu-Säcke entpuppen sich dabei als super Beschwerungsmöglichkeit 😉

 

 

 

 

 

 

Nachdem die einzelnen Platten festzusammenkleben und auch der Teppich um die gesamte Platte gewickelt ist, werden die Stämme neu ausgerichtet und die Platte montiert.

Im Anschluss wird der Catwalk am Schrank mit zwei Regalwinkeln befestigt und am Kratzbaum in die Aussparung gelegt und dort verleimt und mit Verbindungsblechen zusätzlich verschaubt. Mit zwei Schraubzwingen wird das Ganze erst einmal zusammengepresst und die nächste Trockenzeit beginnt.

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Während Catwalk und Kratzbaum miteinander eine enge Verbindung eingehen, zücke ich erneut die Stichsäge und säge derweil die Kanten der Außenaufgänge am Schrank rund. Zusätzlich säge ich noch zwei Eingänge etwas größer. Etwas schleifen und das Werk ist vollbracht.

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Hier noch ein paar Impressionen (Klick auf das Bild zum Vergrößern):

Spiel, Spaß und Versteckmöglichkeiten für die Katerlein und erfreulicherweise durfte Athelas es noch erleben. Für mich viel Arbeit, Spaß und Muskelkater 😉

Insgesamt ist dieses Monster knapp 4 Meter lang, zwei Meter hoch und 80cm tief.

Die Rechnung kommt zum Schluss: Die  Gesamtkosten betragen 372,86 Euro. Hurra 🙂

Kratzbaum Projekt: Die Umsetzung Tag 4

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Heute muss ich fertig werden, komme was wolle. Meine Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld und ich hätte gerne meinen Balkon wieder, meine kleine saubere grüne Oase. Davon mal abgesehen, dass mir alles wehtut und ich nur noch wie eine Mischung aus Pinguin und Ente laufen kann.

Der Tag beginnt, wie sooft, mit Sägearbeiten. Den letzten. Heute werden in die beiden Zwischenplattformen, die auf dem Kratzbaum montiert werden sollen, kreisrunde Schnitte gesägt, durch die dann die Palisadenstücke gesteckt werden.

Also den Akkubohrschrauber gezückt und erst einmal mit dem 8er Bohrer herzhaft ins Holz gebohrt. Natürlich nach vorherigem ausmessen und anzeichnen. Danach mit der Stichsäge den Kreis ausgesägt. Das Ganze insgesamt vier Mal.

Danach auch diese Plattformen wieder mit Teppich umwickeln, festleimen und -schrauben. Im Anschluss kann die erste Platte auf den bereits vorhandenen Unterbau gesetzt werden.

Es folgen Restarbeiten an einer letzten Säule und der Schlachtplan für die finalen Arbeiten. Und während des Aufstellens des Schlachtplans dann der Super-GAU: es fehlt exakt ein (EIN !!!!) verdammtes Stück Palisade, was fatal ist, weil ich die Palisade nur in dem Baumarkt bekomme, der natürlich am weitesten weg ist.

Glücklicherweise habe ich einen sehr belastbaren Nachbarn, der mit mir also zu besagtem Baumarkt fährt. Die Palisade beim Zuschnitt kurz zerstückeln lassen, noch ein paar Schraubzwingen eingepackt, am Imbiss eine schnelle Stärkung und dann ab nach Hause.

Das letzte Stück Palisade an der richtigen Stelle angeleimt und währenddessen die zweite Plattform in Teppich hüllen.

Nach etwas Wartezeit kann es weitergehen, Säulen drei, vier und fünf werden montiert, zweihändig. Nun kann die zweite Plattform installiert werden.

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Gambit möchte nicht länger warten und macht es sich auf dem halbfertigen Kratzbaum schon einmal gemütlich.

Als nächstes folgt die Königsdisziplin: Das Befestigen der zwei Meter Sisalsäule auf der Bodenplatte, und zwar ohne, dass sie beim Aufrichten wieder abbricht. Dies gelingt glücklicherweise. Der Kratzbaum wird immer und immer schwerer.

Die Deckenplatte des alten, konventionellen Kratzbaums wird wiederverwendet und findet ihren neuen Platz auf dem DIY-Kratzbaum. Gegen 20 Uhr kann ich diese endlich festschrauben, dabei immer schön mit der Wasserwaage gefühlte Stunden immer wieder die Säulen ausgerichtet, um ja gerade zu bleiben. Und dann versagt der Akkuschrauber.

Nach ein bisschen Endzeitstimmungsfassungslosigkeit, stelle ich fest, dass offensichtlich einer meiner Akkus fratze ist, es findet sich aber noch einer, der funktioniert. Puh…

Es geht also weiter und die restlichen Spax werden versenkt. Mittlerweile bin ich weit über die Grenze der totalen Erschöpfung gegangen, aber dieses Ding MUSS einfach fertig werden.

Und das wird es auch.

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Endlich!

Den Catwalk installiere ich nicht mehr. Der muss warten. Erst einmal wird klar Schiff gemacht, damit ich endlich meine Wohnung und meinen Balkon wieder haben kann.

Alles andere dann später.

Kratzbaum Projekt: Die Umsetzung Tag 2

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Der Morgen von Tag 2 begann erst einmal mit dem Muskelkater von Tag 1. Aber Bewegung schafft bekanntlich Abhilfe, also wurde in der Früh überlegt, was ich tun könnte, ohne meine Nachbarn aus dem Bett zu jagen.

Die Antwort war schnell gefunden: die nächsten Sägearbeiten vorbereiten, also abmessen und anzeichnen. Da die Teppichrollen ebenfalls gekürzt und zersägt werden mussten, habe ich mir hier eine Schablone aus Karton gebastelt, die mir beim Anzeichnen helfen sollte. Das ging sehr gut.

Zu etwas christlicheren dann die Stichsäge wieder angeschmissen und siehe da: Pappkerne lassen sich damit prima zersägen, sobald das Sägeblatt einmal in den Pappkern hineingegleitet ist.

Selbstverständlich hat sich der ursprüngliche Plan für den reinen Kratzbaumteil (also links) ebenfalls geändert, was an Tag 4 fatale Folgen haben sollte.

Nachdem alle Papprohre zugeschnitten waren, wurden 20cm Stücke einer Palisade mit 10cm Durchmesser in die unteren und oberen Enden der Papprollen gesetzt und dort verleimt. Diese dienen einmal der Stabilität und der Fixierung der Säulen, aber auch als Angriffspunkt für das spätere Verschrauben aller Teile zu einem Ganzen.

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Leimen schreit immer nach einer Zwangspause (Trocken- und Presszeiten), also Zeit für einen Kakao und eine Zigarette auf dem Balkon.

Während die Palisadenstücke weiter mit den Pappkernen verschmelzen, fange ich an die Bretter für den Außenauf- und abstieg, der nun doch am Schrank befestigt werden soll, zurechtzusägen. Im Anschluss etwas Schleifarbeit. Die Bretter werden zu ingesamt drei Treppenstufen, die jeweils in L-Form miteinerander verschraubt und verleimt werden. Die L-förmigen Stufen werden dann an außen an den Schrankecken mit Regalwinkeln befestigt. Anschließend wird ein andersfarbiger Teppich zurechtgeschnitten und auf die Stufen geleimt.

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Der Schrank ist nun also komplett einsatzfähig 🙂

Während dieser Arbeiten sind auch die präperierten Pappkerne wieder bereit für die weitere Bearbeitung.

Es folgt die Entstehung der zwei Meter Sisalsäule, also den Pott Leim herausgeholt (Danke Ponal, dass ihr Leim auch in Töpfen vertreibt!), ein Pinsel, das Sisalseil und ein Hammer. Es folgen knapp zwei Stunden Monotonie:

30cm Leimen, Sisal viermal um den Stamm wickeln danach mit dem Hammer rundherum festklopfen, weiterwickeln usw. Naiv, wie ich bin, dachte ich am Vortag noch, dass sich diese Arbeit sicherlich auch gemütlich vor dem Fernseher erledigen lässt. Denkste! Aber das Ergebnis lässt sich sehen.

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Auch dieser Tag endet mit einem Baumarktbesuch, wie sollte es auch anders sein. Durch die Änderungen des Ursprungsplans, kann ich die an Tag 1 zurechtgeschnittenen Holzplatten nicht mehr gebrauchen, es muss etwas größeres her. Also mit neuen Maßen in den Baumarkt und mit drei neuen Platten zurück nach Hause. Das Ganze zu Fuß resp. mit Bus und Bahn, was im Übrigen nicht die beste Idee war, da ich knapp zwei Quadratmeter Spanholzplatte mit 16mm Dicke schleppen musste. Nach den Anstrengungen der letzten 48 Stunden, habe ich mich hier doch etwas überschätzt. Nichtsdestotrotz habe ich die Platten etappenweise doch noch nach Hause gebracht 😉

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(„Nun mach schon weiter!“)