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Häkeln im Sommer? Häkeln im Sommer!

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Wie das so ist, beim Durchstöbern des Internets, findet man super schöne Tücher, die im Ananasmuster gehäkelt sind. Und dann geht die Suche nach einer Anleitung los, mit der man was anfangen kann. Die Frustration steigt aber am Ende findet man dann endlich ein Video, ist total happy und legt sofort los…

Da ich nur englische Anleitungen gefunden habe und in diversen Foren immer wieder auf die Frage gestoßen bin, ob es diese nicht auch auf Deutsch gibt, habe ich mich dazu entschlossen mir die Mühe zu machen und das Ganze zu übersetzen.

Aber zurück zum Anfang. Was liegt näher, als Ravelry um Rat zu fragen. Hier findet ihr DIE Anleitung schlechthin, man kommt einfach nicht daran vorbei.

Ich bin aber eher der visuelle Typ Mensch und habe natürlich auch Youtube durchforstet. Dort bin ich auch fündig geworden, nämlich bei Kiki Crochet. Sie war so unheimlich nett und hat nach der Ravelry-Anleitung ein Tuch gehäkelt, das Ganze gefilmt und mit der Welt geteilt. Danke!

Die Anleitung von Kiki erstreckt sich über zwei Videos (Englisch).

(kleine Übersetzungshilfe: Stitch = Masche, single crochet = feste Masche, double crochet = Stäbchen, chain = Luftmasche)

Hier ist der erste Teil :

 

Und hier der zweite:

 

Und für alle, die gerne eine Deutsche Anleitung haben möchten, das Tuch funktioniert so:

Grundsätzliches vorab:

  • die ersten Maschen werden in einen Fadenring gehäkelt
  • in jeder 7. Reihe werden rechts und links je eine weitere Ananas begonnen.
    • als Eselsbrücke dazu: in der zweiten Reihe für die 3LM Lücken innerhalb der Ananas wird von 3 auf 5 LM gewechselt und in der darauffolgenden Runde an den Rändern je eine „Ananaszunahme“ gehäkelt
  • zur Umsetzung werden feste Maschen (fM), Stäbchen (St) und jede Menge Luftmaschen (LM) gehäkelt
  • jede Runde beginnt mit 3St, 2LM, 3St in die erste 2LM-Lücke der Vorrunde
  • jede Runde endet mit 3St, 2LM, 3St
  • Ananaszunahme: in die erste bzw. letzte 2LM Lücke einer Reihe: 4 x 3St, 2LM, 3St, jeweils getrennt von 2LM

Fangen wir an:

Beginn:

Fadenring bilden, erste Ananaszunahme häkeln: 3LM (zählen als St), in den Fadenring: 2St, 2LM, 3St, 2LM –  3St, 2LM, 3St, 2LM – 3St, 2LM, 3St, 2LM – 3St, 2LM, 3St. Fadenring festzuziehen.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

1. Reihe

In die erste Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, 1St in die nächste Lücke, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die dritte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

2. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, 1St in den Luftmaschenbogen, 3LM, 1St in den Luftmaschenbogen, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

3. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, 11 Stäbchen in den mittleren Luftmaschenbogen, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

4. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, in das 1. Stäbchen der 11 Stäbchen der Vorrunde 2 St. häkeln, danach je 1St. auf das St. der Vorrunde, in das letzte der 11 St. wieder 2 St. häkeln, sodass ins ins gesamt 13 St. gehäkelt wurden, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

5. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, über die 13 Stäbchen: 1fM in das erste St, 3LM, eine fM in das übernächste St (immer eins überspringen) usw bis die letzte fM im 13. St gehäkelt wird (es bilden sich insgesamt 6 Bögen bestehend aus 3LM), 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

6. Reihe (Wechsel von 3LM auf 5LM)

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 5LM, in den ersten Bogen 1fM, 3LM, 1fM in den zweiten Bogen, 3LM, 1fM in den dritten Bogen, 3LM, 1fM in den vierten Bogen usw. bis zu zur letzten fM in den sechsten Bogen (jetzt sind 5 Bögen übrig) , 5LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

7. Reihe (hier findet die erste Ananaszunahme statt)

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: Ananaszunahme am Reihenbeginn: 4 x (3St, 2LM, 3St), weiter mit 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den fünften Bogen (jetzt sind 4 Bögen übrig) , 5LM, Ananaszunahme am Reihenende: 4 x (3St, 2LM, 3St) in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

8. Reihe

In die erste Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 2LM, 1St in die nächste Lücke, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die dritte Lücke, 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den vierten Bogen (jetzt sind 3 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM, 1St in die nächste Lücke, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

9. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 2LM, 1St unter den ersten Luftmaschenbogen, 3LM, 1St unter den zweiten Luftmaschenbogen, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den dritten Bogen (jetzt sind 2 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 3St, 2LM, 3St, weiter mit 2LM, 1St unter den ersten Luftmaschenbogen, 3LM, 1St unter den zweiten Luftmaschenbogen, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

10. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, 11 Stäbchen in den mittleren Luftmaschenbogen, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den zweiten Bogen (jetzt ist 1 Bogen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 3LM, 11 Stäbchen in den mittleren Luftmaschenbogen, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

11. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, in das 1. Stäbchen der 11 Stäbchen der Vorrunde 2 St. häkeln, danach je 1St. auf das St. der Vorrunde, in das letzte der 11 St. wieder 2 St. häkeln, sodass ins ins gesamt 13 St. gehäkelt wurden, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, 1 fM in den letzten Maschenbogen, 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, weiter mit 3LM, in das 1. Stäbchen der 11 Stäbchen der Vorrunde 2 St. häkeln, danach je 1St. auf das St. der Vorrunde, in das letzte der 11 St. wieder 2 St. häkeln, sodass ins ins gesamt 13 St. gehäkelt wurden, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

12. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, über die 13 Stäbchen: 1fM in das erste St, 3LM, eine fM in das übernächste St (immer eins überspringen) usw. bis die letzte fM im 13. St gehäkelt wird (es bilden sich insgesamt 6 Bögen bestehend aus 3LM), 3LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, nun werden die beiden äußeren Ananas verbunden: 3St, 2LM, 3St direkt in die erste Lücke der äußeren Ananas, weiter mit 3LM, eine fM in das übernächste St (immer eins überspringen) usw. bis die letzte fM im 13. St gehäkelt wird (es bilden sich insgesamt 6 Bögen bestehend aus 3LM), 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

13. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 5LM, in den ersten Bogen 1fM, 3LM, 1fM in den zweiten Bogen, 3LM, 1fM in den dritten Bogen, 3LM, 1fM in den vierten Bogen usw. bis zu zur letzten fM in den sechsten Bogen (jetzt sind 5 Bögen übrig) , 5LM, 3St, 2LM, 3St, in die nächste Lücke, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, in den ersten Bogen 1fM, 3LM, 1fM in den zweiten Bogen, 3LM, 1fM in den dritten Bogen, 3LM, 1fM in den vierten Bogen usw. bis zu zur letzten fM in den sechsten Bogen (jetzt sind 5 Bögen übrig) , 5LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

14. Reihe (nächste Ananaszunahme)

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: Ananaszunahme am Reihenbeginn: 4 x (3St, 2LM, 3St), weiter mit 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den fünften Bogen (jetzt sind 4 Bögen übrig) , 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM,  1St unter die LM zwischen den beiden Ananas, 2LM, 3St, 2 LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, 1fM in den Luftmaschenbogen, 3LM, 1St in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den fünften Bogen (jetzt sind 4 Bögen übrig) , 5LM, Ananaszunahme am Reihenende: 4 x (3St, 2LM, 3St) in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

15. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 2LM, 1St in die nächste Lücke, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die dritte Lücke, weiter mit 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den vierten Bogen (jetzt sind 3 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM, 1St auf das St zwischen den beiden Ananasse, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, weiter mit 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den vierten Bogen (jetzt sind 3 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM, 1St in die nächste Lücke, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

16. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 2LM, 1St unter den ersten Luftmaschenbogen, 3LM, 1St unter den zweiten Luftmaschenbogen, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, weiter mit 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den dritten Bogen (jetzt sind 2 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM, 1St unter den ersten Luftmaschenbogen der Vorrunde, 3LM, 1St unter den zweiten Luftmaschenbogen, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den dritten Bogen (jetzt sind 2 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM, 1St unter den ersten Luftmaschenbogen, 3LM, 1St unter den zweiten Luftmaschenbogen, 2LM, 3St, 2LM, 3St in letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

 

Nach diesem Prinzip geht es weiter. Tricky dabei ist lediglich die Tatsache, dass man sich innerhalb einer Reihe immer in zwei verschiedenen Stufen des Musters befindet. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich das Muster verinnerlicht hatte und frei häkeln konnte, ohne ständig bei Youtube zu spicken 😉 Aber es lohnt sich!

Nun hoffe ich, dass die Anleitung einigermaßen verständlich ist und wünsche viel Spaß beim Häkeln.

 

 

 

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Kratzbaum Projekt: Das Finale

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Nach ein paar Tagen Abstand, sind wieder genug Kraft und Elan da, um das Werk zu vollenden.

Zum Einen muss der Catwalk noch installiert werden, zum Anderen sollen die Kanten der Außenaufgänge am Kratzschrank rund gesägt werden. Außerdem habe ich beschlossen die Deckenplatte des Kratzbaums gegen eine größere auszutauschen.

Zuerst widme ich mit der Deckenplatte. Die vorhandene wird also wieder abgeschraubt und der Bezug entfernt. Aus dem Keller hole ich alle Spanplattenreste, die ich finden kann. Nach einigem Hin- und Hermessen schaffe ich es mit allen Stücken eine Grundfläche von 70x75cm zu erhalten.

Die Sägearbeiten beginnen also. Die alte Deckenplatte wird weiterhin benutzt, nur dass sie nun doppelt verleimt und etwas vergrößert ist. Zum Schluss muss in die obere Schicht noch eine Aussparung gesägt werden, auf die der Catwalk aufliegen soll (10x30cm). Dann werden alle Teile miteinander und direkt mit dem Teppich, der sie umgeben soll, verleimt.

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Katzenstreu-Säcke entpuppen sich dabei als super Beschwerungsmöglichkeit 😉

 

 

 

 

 

 

Nachdem die einzelnen Platten festzusammenkleben und auch der Teppich um die gesamte Platte gewickelt ist, werden die Stämme neu ausgerichtet und die Platte montiert.

Im Anschluss wird der Catwalk am Schrank mit zwei Regalwinkeln befestigt und am Kratzbaum in die Aussparung gelegt und dort verleimt und mit Verbindungsblechen zusätzlich verschaubt. Mit zwei Schraubzwingen wird das Ganze erst einmal zusammengepresst und die nächste Trockenzeit beginnt.

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Während Catwalk und Kratzbaum miteinander eine enge Verbindung eingehen, zücke ich erneut die Stichsäge und säge derweil die Kanten der Außenaufgänge am Schrank rund. Zusätzlich säge ich noch zwei Eingänge etwas größer. Etwas schleifen und das Werk ist vollbracht.

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Hier noch ein paar Impressionen (Klick auf das Bild zum Vergrößern):

Spiel, Spaß und Versteckmöglichkeiten für die Katerlein und erfreulicherweise durfte Athelas es noch erleben. Für mich viel Arbeit, Spaß und Muskelkater 😉

Insgesamt ist dieses Monster knapp 4 Meter lang, zwei Meter hoch und 80cm tief.

Die Rechnung kommt zum Schluss: Die  Gesamtkosten betragen 372,86 Euro. Hurra 🙂

Kratzbaum Projekt: Die Umsetzung Tag 4

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Heute muss ich fertig werden, komme was wolle. Meine Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld und ich hätte gerne meinen Balkon wieder, meine kleine saubere grüne Oase. Davon mal abgesehen, dass mir alles wehtut und ich nur noch wie eine Mischung aus Pinguin und Ente laufen kann.

Der Tag beginnt, wie sooft, mit Sägearbeiten. Den letzten. Heute werden in die beiden Zwischenplattformen, die auf dem Kratzbaum montiert werden sollen, kreisrunde Schnitte gesägt, durch die dann die Palisadenstücke gesteckt werden.

Also den Akkubohrschrauber gezückt und erst einmal mit dem 8er Bohrer herzhaft ins Holz gebohrt. Natürlich nach vorherigem ausmessen und anzeichnen. Danach mit der Stichsäge den Kreis ausgesägt. Das Ganze insgesamt vier Mal.

Danach auch diese Plattformen wieder mit Teppich umwickeln, festleimen und -schrauben. Im Anschluss kann die erste Platte auf den bereits vorhandenen Unterbau gesetzt werden.

Es folgen Restarbeiten an einer letzten Säule und der Schlachtplan für die finalen Arbeiten. Und während des Aufstellens des Schlachtplans dann der Super-GAU: es fehlt exakt ein (EIN !!!!) verdammtes Stück Palisade, was fatal ist, weil ich die Palisade nur in dem Baumarkt bekomme, der natürlich am weitesten weg ist.

Glücklicherweise habe ich einen sehr belastbaren Nachbarn, der mit mir also zu besagtem Baumarkt fährt. Die Palisade beim Zuschnitt kurz zerstückeln lassen, noch ein paar Schraubzwingen eingepackt, am Imbiss eine schnelle Stärkung und dann ab nach Hause.

Das letzte Stück Palisade an der richtigen Stelle angeleimt und währenddessen die zweite Plattform in Teppich hüllen.

Nach etwas Wartezeit kann es weitergehen, Säulen drei, vier und fünf werden montiert, zweihändig. Nun kann die zweite Plattform installiert werden.

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Gambit möchte nicht länger warten und macht es sich auf dem halbfertigen Kratzbaum schon einmal gemütlich.

Als nächstes folgt die Königsdisziplin: Das Befestigen der zwei Meter Sisalsäule auf der Bodenplatte, und zwar ohne, dass sie beim Aufrichten wieder abbricht. Dies gelingt glücklicherweise. Der Kratzbaum wird immer und immer schwerer.

Die Deckenplatte des alten, konventionellen Kratzbaums wird wiederverwendet und findet ihren neuen Platz auf dem DIY-Kratzbaum. Gegen 20 Uhr kann ich diese endlich festschrauben, dabei immer schön mit der Wasserwaage gefühlte Stunden immer wieder die Säulen ausgerichtet, um ja gerade zu bleiben. Und dann versagt der Akkuschrauber.

Nach ein bisschen Endzeitstimmungsfassungslosigkeit, stelle ich fest, dass offensichtlich einer meiner Akkus fratze ist, es findet sich aber noch einer, der funktioniert. Puh…

Es geht also weiter und die restlichen Spax werden versenkt. Mittlerweile bin ich weit über die Grenze der totalen Erschöpfung gegangen, aber dieses Ding MUSS einfach fertig werden.

Und das wird es auch.

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Endlich!

Den Catwalk installiere ich nicht mehr. Der muss warten. Erst einmal wird klar Schiff gemacht, damit ich endlich meine Wohnung und meinen Balkon wieder haben kann.

Alles andere dann später.

Kratzbaum Projekt: Die Umsetzung Tag 2

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Der Morgen von Tag 2 begann erst einmal mit dem Muskelkater von Tag 1. Aber Bewegung schafft bekanntlich Abhilfe, also wurde in der Früh überlegt, was ich tun könnte, ohne meine Nachbarn aus dem Bett zu jagen.

Die Antwort war schnell gefunden: die nächsten Sägearbeiten vorbereiten, also abmessen und anzeichnen. Da die Teppichrollen ebenfalls gekürzt und zersägt werden mussten, habe ich mir hier eine Schablone aus Karton gebastelt, die mir beim Anzeichnen helfen sollte. Das ging sehr gut.

Zu etwas christlicheren dann die Stichsäge wieder angeschmissen und siehe da: Pappkerne lassen sich damit prima zersägen, sobald das Sägeblatt einmal in den Pappkern hineingegleitet ist.

Selbstverständlich hat sich der ursprüngliche Plan für den reinen Kratzbaumteil (also links) ebenfalls geändert, was an Tag 4 fatale Folgen haben sollte.

Nachdem alle Papprohre zugeschnitten waren, wurden 20cm Stücke einer Palisade mit 10cm Durchmesser in die unteren und oberen Enden der Papprollen gesetzt und dort verleimt. Diese dienen einmal der Stabilität und der Fixierung der Säulen, aber auch als Angriffspunkt für das spätere Verschrauben aller Teile zu einem Ganzen.

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Leimen schreit immer nach einer Zwangspause (Trocken- und Presszeiten), also Zeit für einen Kakao und eine Zigarette auf dem Balkon.

Während die Palisadenstücke weiter mit den Pappkernen verschmelzen, fange ich an die Bretter für den Außenauf- und abstieg, der nun doch am Schrank befestigt werden soll, zurechtzusägen. Im Anschluss etwas Schleifarbeit. Die Bretter werden zu ingesamt drei Treppenstufen, die jeweils in L-Form miteinerander verschraubt und verleimt werden. Die L-förmigen Stufen werden dann an außen an den Schrankecken mit Regalwinkeln befestigt. Anschließend wird ein andersfarbiger Teppich zurechtgeschnitten und auf die Stufen geleimt.

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Der Schrank ist nun also komplett einsatzfähig 🙂

Während dieser Arbeiten sind auch die präperierten Pappkerne wieder bereit für die weitere Bearbeitung.

Es folgt die Entstehung der zwei Meter Sisalsäule, also den Pott Leim herausgeholt (Danke Ponal, dass ihr Leim auch in Töpfen vertreibt!), ein Pinsel, das Sisalseil und ein Hammer. Es folgen knapp zwei Stunden Monotonie:

30cm Leimen, Sisal viermal um den Stamm wickeln danach mit dem Hammer rundherum festklopfen, weiterwickeln usw. Naiv, wie ich bin, dachte ich am Vortag noch, dass sich diese Arbeit sicherlich auch gemütlich vor dem Fernseher erledigen lässt. Denkste! Aber das Ergebnis lässt sich sehen.

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Auch dieser Tag endet mit einem Baumarktbesuch, wie sollte es auch anders sein. Durch die Änderungen des Ursprungsplans, kann ich die an Tag 1 zurechtgeschnittenen Holzplatten nicht mehr gebrauchen, es muss etwas größeres her. Also mit neuen Maßen in den Baumarkt und mit drei neuen Platten zurück nach Hause. Das Ganze zu Fuß resp. mit Bus und Bahn, was im Übrigen nicht die beste Idee war, da ich knapp zwei Quadratmeter Spanholzplatte mit 16mm Dicke schleppen musste. Nach den Anstrengungen der letzten 48 Stunden, habe ich mich hier doch etwas überschätzt. Nichtsdestotrotz habe ich die Platten etappenweise doch noch nach Hause gebracht 😉

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(„Nun mach schon weiter!“)