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Über Mandy

Softwareentwicklerin, Handarbeitsfreak, Fahrradfahrerin

Häkeln im Sommer? Häkeln im Sommer!

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Wie das so ist, beim Durchstöbern des Internets, findet man super schöne Tücher, die im Ananasmuster gehäkelt sind. Und dann geht die Suche nach einer Anleitung los, mit der man was anfangen kann. Die Frustration steigt aber am Ende findet man dann endlich ein Video, ist total happy und legt sofort los…

Da ich nur englische Anleitungen gefunden habe und in diversen Foren immer wieder auf die Frage gestoßen bin, ob es diese nicht auch auf Deutsch gibt, habe ich mich dazu entschlossen mir die Mühe zu machen und das Ganze zu übersetzen.

Aber zurück zum Anfang. Was liegt näher, als Ravelry um Rat zu fragen. Hier findet ihr DIE Anleitung schlechthin, man kommt einfach nicht daran vorbei.

Ich bin aber eher der visuelle Typ Mensch und habe natürlich auch Youtube durchforstet. Dort bin ich auch fündig geworden, nämlich bei Kiki Crochet. Sie war so unheimlich nett und hat nach der Ravelry-Anleitung ein Tuch gehäkelt, das Ganze gefilmt und mit der Welt geteilt. Danke!

Die Anleitung von Kiki erstreckt sich über zwei Videos (Englisch).

(kleine Übersetzungshilfe: Stitch = Masche, single crochet = feste Masche, double crochet = Stäbchen, chain = Luftmasche)

Hier ist der erste Teil :

 

Und hier der zweite:

 

Und für alle, die gerne eine Deutsche Anleitung haben möchten, das Tuch funktioniert so:

Grundsätzliches vorab:

  • die ersten Maschen werden in einen Fadenring gehäkelt
  • in jeder 7. Reihe werden rechts und links je eine weitere Ananas begonnen.
    • als Eselsbrücke dazu: in der zweiten Reihe für die 3LM Lücken innerhalb der Ananas wird von 3 auf 5 LM gewechselt und in der darauffolgenden Runde an den Rändern je eine „Ananaszunahme“ gehäkelt
  • zur Umsetzung werden feste Maschen (fM), Stäbchen (St) und jede Menge Luftmaschen (LM) gehäkelt
  • jede Runde beginnt mit 3St, 2LM, 3St in die erste 2LM-Lücke der Vorrunde
  • jede Runde endet mit 3St, 2LM, 3St
  • Ananaszunahme: in die erste bzw. letzte 2LM Lücke einer Reihe: 4 x 3St, 2LM, 3St, jeweils getrennt von 2LM

Fangen wir an:

Beginn:

Fadenring bilden, erste Ananaszunahme häkeln: 3LM (zählen als St), in den Fadenring: 2St, 2LM, 3St, 2LM –  3St, 2LM, 3St, 2LM – 3St, 2LM, 3St, 2LM – 3St, 2LM, 3St. Fadenring festzuziehen.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

1. Reihe

In die erste Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, 1St in die nächste Lücke, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die dritte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

2. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, 1St in den Luftmaschenbogen, 3LM, 1St in den Luftmaschenbogen, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

3. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, 11 Stäbchen in den mittleren Luftmaschenbogen, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

4. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, in das 1. Stäbchen der 11 Stäbchen der Vorrunde 2 St. häkeln, danach je 1St. auf das St. der Vorrunde, in das letzte der 11 St. wieder 2 St. häkeln, sodass ins ins gesamt 13 St. gehäkelt wurden, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

5. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, über die 13 Stäbchen: 1fM in das erste St, 3LM, eine fM in das übernächste St (immer eins überspringen) usw bis die letzte fM im 13. St gehäkelt wird (es bilden sich insgesamt 6 Bögen bestehend aus 3LM), 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

6. Reihe (Wechsel von 3LM auf 5LM)

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 5LM, in den ersten Bogen 1fM, 3LM, 1fM in den zweiten Bogen, 3LM, 1fM in den dritten Bogen, 3LM, 1fM in den vierten Bogen usw. bis zu zur letzten fM in den sechsten Bogen (jetzt sind 5 Bögen übrig) , 5LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

7. Reihe (hier findet die erste Ananaszunahme statt)

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: Ananaszunahme am Reihenbeginn: 4 x (3St, 2LM, 3St), weiter mit 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den fünften Bogen (jetzt sind 4 Bögen übrig) , 5LM, Ananaszunahme am Reihenende: 4 x (3St, 2LM, 3St) in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

8. Reihe

In die erste Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 2LM, 1St in die nächste Lücke, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die dritte Lücke, 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den vierten Bogen (jetzt sind 3 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM, 1St in die nächste Lücke, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

9. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 2LM, 1St unter den ersten Luftmaschenbogen, 3LM, 1St unter den zweiten Luftmaschenbogen, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den dritten Bogen (jetzt sind 2 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 3St, 2LM, 3St, weiter mit 2LM, 1St unter den ersten Luftmaschenbogen, 3LM, 1St unter den zweiten Luftmaschenbogen, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

10. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, 11 Stäbchen in den mittleren Luftmaschenbogen, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den zweiten Bogen (jetzt ist 1 Bogen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 3LM, 11 Stäbchen in den mittleren Luftmaschenbogen, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

11. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, in das 1. Stäbchen der 11 Stäbchen der Vorrunde 2 St. häkeln, danach je 1St. auf das St. der Vorrunde, in das letzte der 11 St. wieder 2 St. häkeln, sodass ins ins gesamt 13 St. gehäkelt wurden, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, 1 fM in den letzten Maschenbogen, 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, weiter mit 3LM, in das 1. Stäbchen der 11 Stäbchen der Vorrunde 2 St. häkeln, danach je 1St. auf das St. der Vorrunde, in das letzte der 11 St. wieder 2 St. häkeln, sodass ins ins gesamt 13 St. gehäkelt wurden, 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

12. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 3LM, über die 13 Stäbchen: 1fM in das erste St, 3LM, eine fM in das übernächste St (immer eins überspringen) usw. bis die letzte fM im 13. St gehäkelt wird (es bilden sich insgesamt 6 Bögen bestehend aus 3LM), 3LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, nun werden die beiden äußeren Ananas verbunden: 3St, 2LM, 3St direkt in die erste Lücke der äußeren Ananas, weiter mit 3LM, eine fM in das übernächste St (immer eins überspringen) usw. bis die letzte fM im 13. St gehäkelt wird (es bilden sich insgesamt 6 Bögen bestehend aus 3LM), 3LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

13. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 5LM, in den ersten Bogen 1fM, 3LM, 1fM in den zweiten Bogen, 3LM, 1fM in den dritten Bogen, 3LM, 1fM in den vierten Bogen usw. bis zu zur letzten fM in den sechsten Bogen (jetzt sind 5 Bögen übrig) , 5LM, 3St, 2LM, 3St, in die nächste Lücke, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, in den ersten Bogen 1fM, 3LM, 1fM in den zweiten Bogen, 3LM, 1fM in den dritten Bogen, 3LM, 1fM in den vierten Bogen usw. bis zu zur letzten fM in den sechsten Bogen (jetzt sind 5 Bögen übrig) , 5LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

14. Reihe (nächste Ananaszunahme)

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: Ananaszunahme am Reihenbeginn: 4 x (3St, 2LM, 3St), weiter mit 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den fünften Bogen (jetzt sind 4 Bögen übrig) , 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM,  1St unter die LM zwischen den beiden Ananas, 2LM, 3St, 2 LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, 1fM in den Luftmaschenbogen, 3LM, 1St in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den fünften Bogen (jetzt sind 4 Bögen übrig) , 5LM, Ananaszunahme am Reihenende: 4 x (3St, 2LM, 3St) in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

15. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 2LM, 1St in die nächste Lücke, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die dritte Lücke, weiter mit 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den vierten Bogen (jetzt sind 3 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM, 1St auf das St zwischen den beiden Ananasse, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, weiter mit 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den vierten Bogen (jetzt sind 3 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM, 1St in die nächste Lücke, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

16. Reihe

In die Lücke durch die 2LM der Vorreihe: 3St, 2LM, 3St, weiter mit 2LM, 1St unter den ersten Luftmaschenbogen, 3LM, 1St unter den zweiten Luftmaschenbogen, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, weiter mit 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den dritten Bogen (jetzt sind 2 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM, 1St unter den ersten Luftmaschenbogen der Vorrunde, 3LM, 1St unter den zweiten Luftmaschenbogen, 2LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 5LM, 1fM in den LM-Bogen, 3LM, 1fM in den nächsten Bogen usw. bis zur letzten fM in den dritten Bogen (jetzt sind 2 Bögen übrig), 5LM, 3St, 2LM, 3St in die nächste Lücke, 2LM, 1St unter den ersten Luftmaschenbogen, 3LM, 1St unter den zweiten Luftmaschenbogen, 2LM, 3St, 2LM, 3St in letzte Lücke.

3 Wendeluftmaschen, Arbeit wenden.

 

Nach diesem Prinzip geht es weiter. Tricky dabei ist lediglich die Tatsache, dass man sich innerhalb einer Reihe immer in zwei verschiedenen Stufen des Musters befindet. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich das Muster verinnerlicht hatte und frei häkeln konnte, ohne ständig bei Youtube zu spicken 😉 Aber es lohnt sich!

Nun hoffe ich, dass die Anleitung einigermaßen verständlich ist und wünsche viel Spaß beim Häkeln.

 

 

 

Krebs im 8. Monat

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Im Juni vergangenen Jahres fragte ich die Onkologin der Tierklinik, wie lange Athelas noch zu leben hätte, wenn wir keine Chemo machen und mit Kortison behandeln würden. Ihre Antwort lautete: „Vielleicht 6 Monate.“

Das Kortison holte ich am 13. Juni bei meiner Haustierärztin ab, ohne Athelas, den Transport wollte ich ihm zu gerne ersparen. Wir sprachen über die Erkrankung und auch darüber, welche Nebenwirkungen eintreten können und das die Belastbarkeit des Halters ziemlich beansprucht werden und man auch dort Grenzen erreichen kann.

Als ich die Tierarztpraxis verließ, liefen mir einfach nur die Tränen über das Gesicht. Mitten auf der Straße. Es war das letzte Medikament, die letzte Therapie für Athelas. Danach kam nichts mehr. Das zu akzeptieren fällt schwer und tut weh.

Wir begingen wie mit der TÄ besprochen mit der Kortison-Therapie. In den ersten beiden Tagen Höchstdosis, dann nach jeweils drei Tagen die Dosis halbieren, bis man eine Dosis von einer Vierteltablette alle zwei Tage erreicht hat. Das wäre der Optimalfall, sagte meine TÄ.

Die ersten Wochen waren die Schlimmsten, die Kortisontage haben Athelas doch sehr schläfrig gemacht. Es hat ein paar Wochen gedauert, bis sich sein Körper daran gewöhnt hat. Aber dann…

Es ist unglaublich, was dieses Teufelszeuzg anstellen kann, ich bekam meinen alten Kater wieder, der frisst und trinkt und spielt und seinen Bruder durch die Bude jagt. Das Leberdiät-Trockenfutter habe ich nach zwei Monaten eingestellt. Er sollte fressen, was er mag und wenn sein Leben dadurch ein paar Tage kürzer wird, was soll’s, dann ist es eben so.

Heute haben wir bereits 8 Monate Therapie hinter uns, darin auch ein paar Tiefs enthalten, die wir aber alle nach ein paar Tagen überstanden haben. Athelas bekommt heute eine Vierteltablette Kortison täglich. Manchmal gibt es auch tablettenfreie Tage. Zusätzlich bekommt er 2 Hepato K pro Tag. Die hat er mal eine ganze Weile gerne und vor allem selbstständig gefressen, jetzt leider nicht mehr, ich muss sie in Wasser auflösen und per Spritze ins Maul geben.

Es kommt immer wieder vor, dass ihm etwas nicht mehr schmeckt, Wochen später dann aber doch wieder. Man probiert dem Tier zu Liebe sehr viele Futtersorten und -varianten aus 😉

Bis heute frisst und trinkt er, spielt gerne und jagt auch mal seinem Bruder hinterher oder verscheucht ihn von seinen Lieblingsplätzen, sitzt vor der Balkontür und beobachtet die Vögel am Futterhaus (oder jagt ihnen hinterher, wenn die Balkontür offen ist 😉 ). Es geht ihm gut, und solange dies so ist, soll er es genießen können.

Ein Tuch mit 3 Ecken

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Kurz vor Weihnachten kündigte mir meine Mutter an, sie wünsche sich ein gehäkeltes Dreieckstuch von mir. Nun gut, habe ich zwar noch nie gemacht, aber sollte so schwer ja nicht sein.

Einige Zeit verstrich, bis sie mir Anfang der Woche einen Beutel mit der Wunschwolle überreichte, ein schönes altrosa von Rico design aus 50% Polyacryl und 50% Polyamid, fühlt sich sehr weich an, ein bisschen wie Merinowolle.

Natürlich wollte ich das Tuch nicht „einfach so“ in festen Maschen oder Stäbchen runterhäkeln, also musste ein schönes Muster gefunden werden. Dieses fand ich, wie so oft, bei EliZZZa.

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Das Ganze nennt sich „Half Granny Square“-Muster und ist schnell und einfach zu häkeln. Das Muster habe ich im fortschreitenden Stadium mit zwei Reihen Stäbchen unterbrochen um etwas mehr Pepp reinzubringen. Ich finde, das passt ganz gut. Bei der nächsten Muster-Reihe auf die Stäbchen-Reihe muss man in jede fünfte Masche vier Stäbchen häkeln, sonst fängt das Tuch an Wellen zu schlagen.

Der aktuelle Stand sieht wie folgt aus:

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Socken: Das Ende der Strickverzweiflung.

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Drei Jahre liegt dieses Arbeitsstück nun schon bei mir rum, es sollte mein erstes selbstgestricktes Paar Socken werden.

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Denkste! Beim Stricken stellen sich meine Häkelhände so ungeschickt an, was ist also die Lösung? Richtig: Socken häkeln! Also das Internet nach verschiedenen Anleitungen durchwühlt und einfach mal angefangen. Man findet verschiedene Ansätze, einige Anleitungen beginnen an den Zehen, andere wieder mit dem Bündchen. Ich habe mich für eine Variante entschieden, die mit der Spitze beginnt.

Materialprobleme gibt es dank voller Sockenwollkiste nicht, die ich völlig enthusiastisch vor drei Jahren gefüllt habe.

Spitze, Spann und die halbe Ferse sind bereits fertig, sieht auch schick aus und wird selbstverständlich regelmäßig anprobiert. Außerdem habe ich mir geschworen, dass dieses Paar keine drei Jahre Arbeitszeit dauern soll 😉

Socke

Kratzbaum Projekt: Das Finale

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Nach ein paar Tagen Abstand, sind wieder genug Kraft und Elan da, um das Werk zu vollenden.

Zum Einen muss der Catwalk noch installiert werden, zum Anderen sollen die Kanten der Außenaufgänge am Kratzschrank rund gesägt werden. Außerdem habe ich beschlossen die Deckenplatte des Kratzbaums gegen eine größere auszutauschen.

Zuerst widme ich mit der Deckenplatte. Die vorhandene wird also wieder abgeschraubt und der Bezug entfernt. Aus dem Keller hole ich alle Spanplattenreste, die ich finden kann. Nach einigem Hin- und Hermessen schaffe ich es mit allen Stücken eine Grundfläche von 70x75cm zu erhalten.

Die Sägearbeiten beginnen also. Die alte Deckenplatte wird weiterhin benutzt, nur dass sie nun doppelt verleimt und etwas vergrößert ist. Zum Schluss muss in die obere Schicht noch eine Aussparung gesägt werden, auf die der Catwalk aufliegen soll (10x30cm). Dann werden alle Teile miteinander und direkt mit dem Teppich, der sie umgeben soll, verleimt.

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Katzenstreu-Säcke entpuppen sich dabei als super Beschwerungsmöglichkeit 😉

 

 

 

 

 

 

Nachdem die einzelnen Platten festzusammenkleben und auch der Teppich um die gesamte Platte gewickelt ist, werden die Stämme neu ausgerichtet und die Platte montiert.

Im Anschluss wird der Catwalk am Schrank mit zwei Regalwinkeln befestigt und am Kratzbaum in die Aussparung gelegt und dort verleimt und mit Verbindungsblechen zusätzlich verschaubt. Mit zwei Schraubzwingen wird das Ganze erst einmal zusammengepresst und die nächste Trockenzeit beginnt.

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Während Catwalk und Kratzbaum miteinander eine enge Verbindung eingehen, zücke ich erneut die Stichsäge und säge derweil die Kanten der Außenaufgänge am Schrank rund. Zusätzlich säge ich noch zwei Eingänge etwas größer. Etwas schleifen und das Werk ist vollbracht.

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Hier noch ein paar Impressionen (Klick auf das Bild zum Vergrößern):

Spiel, Spaß und Versteckmöglichkeiten für die Katerlein und erfreulicherweise durfte Athelas es noch erleben. Für mich viel Arbeit, Spaß und Muskelkater 😉

Insgesamt ist dieses Monster knapp 4 Meter lang, zwei Meter hoch und 80cm tief.

Die Rechnung kommt zum Schluss: Die  Gesamtkosten betragen 372,86 Euro. Hurra 🙂

Kratzbaum Projekt: Die Umsetzung Tag 4

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Heute muss ich fertig werden, komme was wolle. Meine Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld und ich hätte gerne meinen Balkon wieder, meine kleine saubere grüne Oase. Davon mal abgesehen, dass mir alles wehtut und ich nur noch wie eine Mischung aus Pinguin und Ente laufen kann.

Der Tag beginnt, wie sooft, mit Sägearbeiten. Den letzten. Heute werden in die beiden Zwischenplattformen, die auf dem Kratzbaum montiert werden sollen, kreisrunde Schnitte gesägt, durch die dann die Palisadenstücke gesteckt werden.

Also den Akkubohrschrauber gezückt und erst einmal mit dem 8er Bohrer herzhaft ins Holz gebohrt. Natürlich nach vorherigem ausmessen und anzeichnen. Danach mit der Stichsäge den Kreis ausgesägt. Das Ganze insgesamt vier Mal.

Danach auch diese Plattformen wieder mit Teppich umwickeln, festleimen und -schrauben. Im Anschluss kann die erste Platte auf den bereits vorhandenen Unterbau gesetzt werden.

Es folgen Restarbeiten an einer letzten Säule und der Schlachtplan für die finalen Arbeiten. Und während des Aufstellens des Schlachtplans dann der Super-GAU: es fehlt exakt ein (EIN !!!!) verdammtes Stück Palisade, was fatal ist, weil ich die Palisade nur in dem Baumarkt bekomme, der natürlich am weitesten weg ist.

Glücklicherweise habe ich einen sehr belastbaren Nachbarn, der mit mir also zu besagtem Baumarkt fährt. Die Palisade beim Zuschnitt kurz zerstückeln lassen, noch ein paar Schraubzwingen eingepackt, am Imbiss eine schnelle Stärkung und dann ab nach Hause.

Das letzte Stück Palisade an der richtigen Stelle angeleimt und währenddessen die zweite Plattform in Teppich hüllen.

Nach etwas Wartezeit kann es weitergehen, Säulen drei, vier und fünf werden montiert, zweihändig. Nun kann die zweite Plattform installiert werden.

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Gambit möchte nicht länger warten und macht es sich auf dem halbfertigen Kratzbaum schon einmal gemütlich.

Als nächstes folgt die Königsdisziplin: Das Befestigen der zwei Meter Sisalsäule auf der Bodenplatte, und zwar ohne, dass sie beim Aufrichten wieder abbricht. Dies gelingt glücklicherweise. Der Kratzbaum wird immer und immer schwerer.

Die Deckenplatte des alten, konventionellen Kratzbaums wird wiederverwendet und findet ihren neuen Platz auf dem DIY-Kratzbaum. Gegen 20 Uhr kann ich diese endlich festschrauben, dabei immer schön mit der Wasserwaage gefühlte Stunden immer wieder die Säulen ausgerichtet, um ja gerade zu bleiben. Und dann versagt der Akkuschrauber.

Nach ein bisschen Endzeitstimmungsfassungslosigkeit, stelle ich fest, dass offensichtlich einer meiner Akkus fratze ist, es findet sich aber noch einer, der funktioniert. Puh…

Es geht also weiter und die restlichen Spax werden versenkt. Mittlerweile bin ich weit über die Grenze der totalen Erschöpfung gegangen, aber dieses Ding MUSS einfach fertig werden.

Und das wird es auch.

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Endlich!

Den Catwalk installiere ich nicht mehr. Der muss warten. Erst einmal wird klar Schiff gemacht, damit ich endlich meine Wohnung und meinen Balkon wieder haben kann.

Alles andere dann später.

Kratzbaum Projekt: Die Umsetzung Tag 3

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Tag 3 beginnt wieder mit nachbarkompatiblen Arbeiten an der letzten Sisalsäule. Ich habe 220m Sisalseit gekauft und damit drei Stämme mit einer Gesamtlänge von ca. 4,40m geschafft, für jeden weiteren Meter hätte ich neues Seil kaufen müssen.

Der letzte Stamm misst zum Glück nur 1.26m und ist damit etwas schneller zu wickeln.

Danach mache ich mich daran, die Bodenplatte für den Kratzbaum herzustellen. Dazu baue ich erst einmal den alten, konventionellen Kratzbaum ab und trenne dessen Bodenplatte vom Bezug. Eine furchtbare Arbeit, da ich gefühlte 300 Tackerklemmen aus dem Holz ziehen musste. Glücklicherweise stellt sich heraus, dass die Bodenplatte aus zwei Schichten mit insgesamt drei Holzplatten aus Spanholz besteht.

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Diese drei säge ich so zurecht, dass ich sie mit der von mir gekauften 80×90 Platte verleimen kann, um eine dicke und schwere Bodenplatte zu erhalten. Ziel muss sein, so viel Gewicht des Kratzbaums, wie möglich unten zu haben, damit dieser nicht umkippen kann.

Nach der Trocknungszeit schneide ich einen Streifen Teppich zurecht, mit dem die Bodenplatte umwickelt werden soll. Hier wird großflächig geleimt aber auch geschraubt.

Zwei weitere Säulen werden mit Teppich umwickelt, hier ebenfalls mit Leim und Schrauben. Es bietet sich hierbei an, die Schrauben in einer vertikalen Reihe zu versenken, damit man diese später nach hinten (also meist in Richtung Wand) drehen kann, wo die Kratzleistung der Kamikazekater am geringsten oder sogar gar nicht vorhanden ist.

An Tag 3 habe ich durch die ganzen Leim-Zwangspause das Gefühl, ich komme nicht mehr vorwärts, dafür merke ich mittlerweile jeden Muskel im Rücken und in den Armen.

Und wie endet der Tag? Richtig! Mit einem Besuch im Baumarkt, da heute die 16er Schrauben aufgebraucht wurden, mit denen u.a. der Teppich festgeschraubt wird. Zudem habe ich mir längere Spax gekauft, um Bodenplatte, Deckenplatte und Säulen miteinander zu verschrauben (5×100).

Am Abend montiere ich noch die ersten zwei Säulen auf der Bodenplatte, was mit zwei Händen, die Schrauben, Akkuschrauber, Wasserwaage, Bodenplatte und Säule halten müssen, nicht unbedingt das einfachste Kunststück war.