Kratzbaum Projekt: Die Umsetzung Tag 2

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Der Morgen von Tag 2 begann erst einmal mit dem Muskelkater von Tag 1. Aber Bewegung schafft bekanntlich Abhilfe, also wurde in der Früh überlegt, was ich tun könnte, ohne meine Nachbarn aus dem Bett zu jagen.

Die Antwort war schnell gefunden: die nächsten Sägearbeiten vorbereiten, also abmessen und anzeichnen. Da die Teppichrollen ebenfalls gekürzt und zersägt werden mussten, habe ich mir hier eine Schablone aus Karton gebastelt, die mir beim Anzeichnen helfen sollte. Das ging sehr gut.

Zu etwas christlicheren dann die Stichsäge wieder angeschmissen und siehe da: Pappkerne lassen sich damit prima zersägen, sobald das Sägeblatt einmal in den Pappkern hineingegleitet ist.

Selbstverständlich hat sich der ursprüngliche Plan für den reinen Kratzbaumteil (also links) ebenfalls geändert, was an Tag 4 fatale Folgen haben sollte.

Nachdem alle Papprohre zugeschnitten waren, wurden 20cm Stücke einer Palisade mit 10cm Durchmesser in die unteren und oberen Enden der Papprollen gesetzt und dort verleimt. Diese dienen einmal der Stabilität und der Fixierung der Säulen, aber auch als Angriffspunkt für das spätere Verschrauben aller Teile zu einem Ganzen.

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Leimen schreit immer nach einer Zwangspause (Trocken- und Presszeiten), also Zeit für einen Kakao und eine Zigarette auf dem Balkon.

Während die Palisadenstücke weiter mit den Pappkernen verschmelzen, fange ich an die Bretter für den Außenauf- und abstieg, der nun doch am Schrank befestigt werden soll, zurechtzusägen. Im Anschluss etwas Schleifarbeit. Die Bretter werden zu ingesamt drei Treppenstufen, die jeweils in L-Form miteinerander verschraubt und verleimt werden. Die L-förmigen Stufen werden dann an außen an den Schrankecken mit Regalwinkeln befestigt. Anschließend wird ein andersfarbiger Teppich zurechtgeschnitten und auf die Stufen geleimt.

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Der Schrank ist nun also komplett einsatzfähig 🙂

Während dieser Arbeiten sind auch die präperierten Pappkerne wieder bereit für die weitere Bearbeitung.

Es folgt die Entstehung der zwei Meter Sisalsäule, also den Pott Leim herausgeholt (Danke Ponal, dass ihr Leim auch in Töpfen vertreibt!), ein Pinsel, das Sisalseil und ein Hammer. Es folgen knapp zwei Stunden Monotonie:

30cm Leimen, Sisal viermal um den Stamm wickeln danach mit dem Hammer rundherum festklopfen, weiterwickeln usw. Naiv, wie ich bin, dachte ich am Vortag noch, dass sich diese Arbeit sicherlich auch gemütlich vor dem Fernseher erledigen lässt. Denkste! Aber das Ergebnis lässt sich sehen.

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Auch dieser Tag endet mit einem Baumarktbesuch, wie sollte es auch anders sein. Durch die Änderungen des Ursprungsplans, kann ich die an Tag 1 zurechtgeschnittenen Holzplatten nicht mehr gebrauchen, es muss etwas größeres her. Also mit neuen Maßen in den Baumarkt und mit drei neuen Platten zurück nach Hause. Das Ganze zu Fuß resp. mit Bus und Bahn, was im Übrigen nicht die beste Idee war, da ich knapp zwei Quadratmeter Spanholzplatte mit 16mm Dicke schleppen musste. Nach den Anstrengungen der letzten 48 Stunden, habe ich mich hier doch etwas überschätzt. Nichtsdestotrotz habe ich die Platten etappenweise doch noch nach Hause gebracht 😉

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(„Nun mach schon weiter!“)

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